Über
© Hansueli Tschanz 2021
Renault Dauphine
Meine zweite Besitzerin wusste, als sie mich kaufte, dass Rost sehr gefährlich ist und auch vor der schönsten
Dauphine nicht Halt macht. So informierte sie sich bereits 1965 nach Vorsorgemöglichkeiten. Ganz neu gab
es damals einen Tectyl Unterbodenanstrich. Dieser fand dann auch bei mir seine Anwendung. Ebenfalls ganz
neu gab es die Dinitrol Hohlraum Behandlung. Auch sie wurde an mir angewendet. Diese beiden
Massnahmen und ab und zu eine Wagenwäsche mit anschliessender Politur waren die Grundlage für mein
langes Leben.
Natürlich wurde auch meine Technik durch eine Renault Vertretung regelmässig gewartet. So macht immer
noch mein Originalmotor und auch mein erstes Getriebe Dienst in meiner hübschen Karosserie.
Meine Daten:
Als ich 1956 auf den Markt kam, war ich eines der modernsten Mittelklasseautos:
Selbsttragende Stahlkarosserie mit 4 Türen. 5 Plätze, Einzelradaufhängung mit Zahnstangenlenkung, grosser
Kofferraum. Benzintank hinten.
Motor:
845 ccm, 40 PS, Verbrauch 5,9 L / 100 km
Getriebe:
Fahrleistungen:
Beschleunigung 0 - 100:
21s
Spitze:
128 Km/h
Im Jahre 2005 wurde ich komplett überholt. Karosserie und Mechanik sollten revidiert werden. Den Auftrag
erhielt eine Renault Werkstätte in Rosshäusern bei Bern. Diese pries sich als Oldtimer Spezialist an. Leider
war die Restauration nur sehr teuer und sehr schlecht ausgeführt, so dass wahrscheinlich schon bald wieder
eine Karosserie Restauration nötig ist.
Nach so einem Frühjahrsausflug ist Pflege besonders wichtig!
4 - Gang, 1. Gang unsynchronisiert
So sah der hintere Federdom 3 Jahre nach teurer
Totalrestauration aus!